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Wien im März 2025
(Datum letztes Update)
- Details
- Geschrieben von: Osguth Abt
Das Namenlose (City Bike)
Nun, zugegeben, ganz so namenlos war das Rad nicht. Es hörte auf den Namen "McKennzie Travel 500 Alu-Trekkingbike".
Eigentlich ein unscheinbares Fahrrad, welches gemeinsam mit seiner Schwester (ebenfalls McKennzie Travel 500) der besten Ehefrau der Welt und mir, über viele Jahre ein treuer Begleiter im Alltag war.
Und deswegen hat es sicher seine eigene Seite hier verdient, waren das doch die Räder, mit denen wir unsere ersten gemeinsamen Touren unternommen haben.
Also, hier die Geschichte des "Namenlosen".
Was Politik mit dem Fahrradkauf zu tun hat
Es war im Jahre 2010 und es war in Wien!
Zu ersten Mal in der Geschichte musste die bisher alleine regierende Sozialdemokratische Partei eine Koalitionsregierung bilden, da ihr Stimmenanteil über die Jahrzehnte langsam erodiert ist (oder mehr biologisch betrachtet, der Wahlkörper nicht mehr ganz so aktiv am Leben teilnahm). Jedenfalls kam es damals in Wien zu einer Rot/Grünen-Koalitionsregierung. Und die Grünen hatten als Hauptthema im Wahlkampf die Forderung nach einem 365-Euro Ticket.
Das 365-Euro Ticket sollte als Jahresticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel in Wien gelten. Der Slogan war "1 Euro pro Tag!".
Das war damals schon eine echte Ansage, und natürlich die Voraussetzung für die Bildung dieser Koalitionsregierung.
(Seither ist dieses Ticket ein internationaler Schlager. Es ist mittlerweile österreichweit erhältlich unter dem Namen Klimaticket und ein echter Erfolg. Ständig steigende Nutzerzahlen der öffentlichen Verkehrsmittel in Österreich sprechen für sich).
Nun, dieses Ticket wurde dann 2012 eingeführt und das führte dazu, dass wir unser Auto endlich verkauft haben. Eigentlich gab es da nicht viel zu überlegen.
Hurra, das Auto war also endlich weg!
...und auch mein Fahrrad (ein KTM)...
... geklaut mal wieder.
Also sind wir im März 2013 zum Fahrradkauf geschritten (öffentlich natürlich).
Und wo kauft man ein einfaches Fahrrad, das für den Stadtgebrauch gedacht ist, nicht geklaut werden (also bitte keine teure Marke) und dazu auch noch preiswert sein soll?
Keine Ahnung, wie es Andere machen, aber wir sind hier zum METRO gefahren (damals hatte ich noch eine Karte) und dort fanden wir im Lagerabverkauf die vom Vorjahr übrig gebliebenen McKennzies.
Zum Stückpreis von 287,04 € (incl. 20% Ust.) haben wir die gekauft, auf dem Hof dort zusammengebaut und sind stolz wie Graf und Gräfin Koks vom Kraftwerk nach Hause geradelt.
Das Wesentliche zum Namenlosen
Also: Kaufpreis unter 300 Euro. Dafür bekamen wir:
- McKennzie Travel 500 Alu-Trekkingbike, ein durchaus formschöner Rahmen (beim Herrenrad), allerdings leider nur Rahmenhöhe 500 mm.
- Schaltwerk Shimano Acera 24 Gang
- Shimano Tourney Revo Shifter als Schalthebel (lustigerweise mit beigelegter Bedienungsanleitung vom SRAM Shifter)
- V-Bremsen aus Aluminium
- 28 Zoll Standardreifen
- Federgabel und gefederte Sattelstützen
- Shimano Nabendynamo und einfache LED Scheinwerfer
- Butterfly Lenker
- Lebendgewicht (ohne Fahrer) ca. 18 kg.
- Und ganz stolz auf der Bedienungsanleitung aufgedruckt "MADE IN GERMANY"
(Quelle EBay, Anzeige nicht mehr existent)
Also kurz zur Erläuterung:
McKennzie ist eine Handelsmarke, unter der von den damaligen Mitteldeutschen Fahrradwerken (MIFA, Sangerhausen in Sachsen-Anhalt) Fahrräder für verschiedene Handelsketten assembliert worden sind. Es ist echt mal interessant, den Wikipedia Artikel zur MIFA zu lesen und mehr über diese über 100 Jahre alte Traditionsfirma zu erfahren. (Hier geht's zum Wikipedia-Artikel).
Rechts sieht man das gleiche Fahrrad unter der Marke Prophete (Das Bild stammt aus der Browser-Bildersuche. Dort wird auf eine nicht mehr existente EBay-Seite verwiesen...)
Für uns war an dieser Stelle wichtig:
Jeder anständige Fahrraddieb, der was auf sich hält, weiß natürlich, dass das eher die Billig-Räder sind und lässt da natürlich seine Finger von. Das war zumindest die Hoffnung.
Und es hat funktioniert!
Keines der beiden Räder ist je geklaut worden. Mein Herren-Rad ist eines natürlichen Todes gestorben (s.u.) und die mittlerweile betagte Dame ist nach wie vor als Reserve Fahrrad für unsere Besucher im Einsatz!
Das Herrenrad wurde aus verschiedenen Gründen wesentlich stärker gefordert (daher der frühere Tod), hat aber im Laufe seiner Lebenszeit einige neue Bauteile erhalten. Die Strategie war, immer wenn ein billiges Original-Bauteil kaputt gegangen ist, etwas qualitativ höherwertiges einzubauen.
Das ging dann mit den Felgen los, über Sattel und Gepäckträger, Beleuchtung, Bremsen, bis hin zum kompletten Schaltwerk.
Und die bösen Buben mit den langen Fingern haben das natürlich nicht gesehen und so blieb mein McKennzie immer meines! Bis dass der...
Stationen eines langen Lebens
Im Laufe seines 10 jährigen Lebens hat das Rad einiges mitgemacht
- Ganzjährig im Freien geparkt. Bei uns zu Hause im Hinterhof, vor dem Büro, etc.
- Tägliche Fahrten zur Arbeit, zum Sport, zu Treffen mit Freunden etc. Ganzjährig.
- Ständig auch im U-Bahn- oder Bahntransport. Mal am Vorderrad an der Decke am Haken hängend, mal komfortabel im modernen Niederflurtriebwagen. Mal einfach hereingerollt, oft auch mühsam über Treppen geschleppt...
- Mehrere längere Radtouren mit Gepäck und Ausrüstung. Zuladung ca. 30 KG (Siehe noch folgende Berichte)
- Überhaupt Gewicht: Das Rad war laut Bedienungsanleitung zugelassen für 120 KG, ich selbst wiege ca. 105 kg, das Rad auch 18 kg. Wir waren also immer illegal unterwegs!
- Gleich am Anfang wurden Sattelstütze und Lenkervorbau massiv erhöht (neue Bauteile), damit ich auf dem kleinen Rahmen überhaupt sitzen konnte. Das war sicher auch eine der Ursachen für den Tod (s.u.)
- Mit diesem Rad habe ich meinen Bier Anhänger gezogen (Story kommt ebenfalls später einmal)
Im Winter 2022/23 bekamen Herr und Frau McKennzie dann eine komplette Renovierung:
- Neue Bremsen (komplette Bremsanlage incl. Bremszüge, Hebel, etc.)
- Neue Schaltung (Jeweils eine komplett neue Schaltanlage. Vom Shifter am Lenker bis zum Umwerfer und Züge und neue Ketten)
- Neue Lichtanlagen (nur der Shimano Dynamo blieb erhalten)
- Neue Bereifung
Es hätte also noch lange weitergehen können.
Der natürliche Tod eines Fahrrads
Und dann kam der Sommer 2023, ich war mit Freunden zu einer kleinen Radtour in der Slowakei verabredet. So nach dem Motto, 25 km gemütlich radeln und dann aber hop hop, rein in den Biergarten und das gute Bier dort genießen!
Also, das Namenlose gesattelt und beladen mit dem notwendigsten. Wasserflasche aufgefüllt und ab zum Zug nach Kittsee, dem Bahnhof an der Grenze.
Von dort sind wir dann als Gruppe direkt über die Grenze in die Slowakei und dann über Nebenstraßen in die Auwälder Süd-Östlich Bratislava geradelt. Alles gut, aber ich hatte das wachsende Gefühlt, dass etwas nicht stimmt. Mein Fahrrad bewegte sich so komisch.
Zuerst dachte ich der Sattel sei locker, also anhalten, festschrauben. War aber fest. Dann weiter gefahren. Wieder so ein komisches Gefühl.
Jedenfalls, nach ein paar Kilometern im Wald dann habe ich den Fehler gefunden. Ein Rahmenbruch! (Also noch nicht ganz durch zum Glück!)
Da ich das Rad erstens nicht einfach in den Wald werfen wollte (das würde ich nicht übers Herz bringen) und andererseits auch die ganzen neuen Komponenten drauf waren, habe ich also mein Rad zu Fuß die 10 km nach Bratislava geschoben. Überall glückliche Menschen auf Fahrrädern oder beim Baden in all den Au-Seen dort. Ein extrem heißer Tag und eine brennende Sonne. Und ich schiebe ...
Also jedenfalls, das war das Ende einer Dienstfahrt. Das McKennzie wurde dann ausgebeint, die Komponenten abgebaut und der Rahmen im Sondermüll entsorgt.
Wenn man sich das Fahrrad so ansieht, dann ist nicht schwer ersichtlich, dass ein 193 cm langer 105 Kilo-Mensch und dieses Rad nicht lange zusammen sein werden. Die Kräfte, die hier offensichtlich wirken, kann ein einfacher Aluminium Rahmen nicht ewig aushalten, denke ich.
Fazit
Das McKennzie war ein einfaches und sehr billiges Fahrrad, das mir über 10 Jahre lang zuverlässig gedient hat.
Würde ich es Anderen empfehlen? Möglich. Das kommt halt sehr darauf an, wofür ein Fahrrad benötigt wird. Und möglicherweise ist es auch schlicht Glücksache, wenn man ein so preiswertes Fahrrad kauft.
Würde ich es für mich wieder kaufen? Ja. Warum nicht? (Ich habe nur gute Erfahrungen. Ich würde aber auf einen Rahmen mit Rahmenhöhe 64cm bestehen...)
Ich habe mir aber kein weiteres gekauft. Ich habe etwas viel schöneres gefunden. Aber das ist dann die nächste Geschichte...
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